EIN ALEC-FRINGS-THRILLER

STRAHLENDES
HIMMELGRAU

Morgen wird er sterben.
Wenn alles nach Plan läuft.

Ralf W. Stolt

Alec Frings erkennt Entwicklungen, bevor andere sie überhaupt wahrnehmen.

Das ist sein Beruf.

In Lissabon soll der Analyst Daten auswerten, die ihm eigentlich eine Antwort liefern sollen.

Stattdessen werfen sie eine Frage auf.

Was, wenn die Entwicklungen, die er berechnet, nicht nur vorhergesagt werden?

Was, wenn jemand längst dafür sorgt, dass sie eintreten?

Je genauer Alec hinsieht, desto weniger Spielraum bleibt ihm.

Am Ende sieht er nur noch einen Weg.

Er muss sterben.

Zumindest müssen die richtigen Menschen davon überzeugt sein. 

Der Roman

Eine Prognose beschreibt eine mögliche Zukunft.
Ein Plan sorgt dafür, dass sie eintritt. 

Dr. Alec Frings ist Zukunftsanalytiker. Er erkennt Entwicklungen, bevor andere sie wahrnehmen – und übersieht ausgerechnet die größte Gefahr für sein eigenes Leben.

Für ein Analyseprojekt wird er nach Lissabon geholt. Die Daten, die er dort untersucht, passen nicht zu dem Auftrag, den man ihm gegeben hat. Geldflüsse, politische Entscheidungen und wirtschaftliche Interessen ergeben ein Muster, das nicht existieren dürfte.

Alec beginnt weiterzusuchen.

Und entdeckt Hinweise auf ein internationales Netzwerk, das Entwicklungen offenbar nicht nur beobachtet.

Je näher er der Wahrheit kommt, desto deutlicher wird, dass längst auch jemand ihn beobachtet.

Systeme werden infiltriert. Ein Kollege stirbt. Schließlich geraten Menschen ins Visier, die Alec schützen will.

Seine Möglichkeiten werden weniger.

Bis nur noch eine übrig bleibt.

Alec Frings plant seinen eigenen Tod.

436 Seiten · Thriller · 2026 · ISBN 978-3-347-81155-3

Alec Frings

Analyst.

Beobachter.

Ein Mann, der beruflich damit beschäftigt ist, aus Daten etwas zu erkennen, das noch nicht geschehen ist.

Alec glaubt an Muster, Wahrscheinlichkeiten und belastbare Informationen. Nicht an Verschwörungen.

Das wird zum Problem, als seine eigenen Analysen beginnen, wie eine auszusehen.

Er ist kein Ermittler. Kein Agent. Kein Mann, der gelernt hat zu kämpfen.

Seine stärkste Waffe ist etwas anderes.

Er erkennt Zusammenhänge.

Und irgendwann erkennt er einen zu viel.

4 Länder / 1 Handlung

DEUTSCHLAND
Hamburg

Ordnung. Analyse. Ausgangspunkt.

PORTUGAL
Lissabon

Hier beginnt der Auftrag, der keiner ist.

SARDINIEN
 San Teodoro

Entfernung schafft keine Sicherheit.

FUERTEVENTURA
Playa de Gran Valle

Irgendwann gibt es keinen Ort mehr, an dem man einfach verschwinden kann.

Wie viel Zukunft steckt schon in unseren Daten?

Wir hinterlassen Spuren

Mit dem, was wir kaufen. Was wir lesen. Wohin wir fahren. Wem wir vertrauen. Worüber wir sprechen. Was wir anklicken – und was nicht.

Aus genügend Spuren entstehen Muster.

Und aus Mustern lassen sich Wahrscheinlichkeiten berechnen.

„Strahlendes Himmelgrau“ beginnt dort, wo daraus eine unangenehme Frage wird:

Was geschieht, wenn diejenigen, die menschliches Verhalten immer genauer vorhersagen können, irgendwann nicht mehr darauf warten wollen, dass ihre Prognosen eintreten?

Eine Geschichte, die geblieben ist.

„Strahlendes Himmelgrau“ begleitet mich schon seit Jahren.

2020 habe ich das Projekt erstmals öffentlich vorgestellt. Damals hieß mein Protagonist noch Stephen Frings.

Danach hat sich viel verändert.

Figuren verschwanden. Andere kamen hinzu. Handlungsstränge wurden verworfen, neu gebaut und wieder verworfen. Aus Stephen wurde Alec. Aus einer Idee wurde langsam die Geschichte, die ich erzählen wollte.

Dazwischen entstanden andere Bücher. 2023 gründete ich den SalzHund Medienverlag und begann, vor allem über Hunde und den Magyar Vizsla zu veröffentlichen.

Der Thriller blieb.

2026 war er fertig.

Zumindest fertig genug, um ihn loszulassen.

Ralf W. Stolt

Ich arbeite seit mehr als zwei Jahrzehnten mit Medien, digitalen Projekten und Kommunikation.

Daten, Systeme und die Mechanismen hinter digitaler Öffentlichkeit sind deshalb für mich keine abstrakten Begriffe.

„Strahlendes Himmelgrau“ ist trotzdem kein Buch über Technik. Es ist ein Buch darüber, was Menschen damit tun.

Erste Seiten

Leseprobe STRAHLENDES HIMMELGRAU

Kapitel 1 - Im Pool

Fuerteventura / 06. Mai 2026
 

Noch zwei Bahnen.

Die Zahl löst sich im Wasser auf, während ich sie denke. Hundert Meter trennen mich vom Ende des Trainings, und zum ersten Mal bedeutet dieses Wort genau, was es sagt.

Nach achtundvierzig Bahnen gehorchen mir meine Arme nur noch aus Gewohnheit. In den Schultern sitzt ein tiefer, mahlender Schmerz, der linke Trizeps beginnt zu zucken. Bei jedem Atemzug läuft Chlorwasser über meine Lippen. Ich schlucke einen Teil davon hinunter und schwimme weiter.

Monatelang habe ich meinem Körper die Entfernungen kleingeredet. Zehn Bahnen noch, fünf Kilometer, dieser eine verdammte Anstieg. Jeder Rest ließ sich bewältigen, wenn man ihn in eine Zahl verwandelte. Danach kam stets dieser kurze, selbstzufriedene Gedanke: Geht doch.

Heute klingt er hohl.

Ich erreiche die Wand, kippe in die Wende und stoße mich ab. Für wenige Sekunden gleite ich unter der Oberfläche, umgeben vom gedämpften Rauschen des Wassers. Mein Körper ist gestreckt, schwerelos, beinahe ruhig. Dann breche ich durch die Oberfläche und beginne die letzte Bahn meines Lebens.

Der schwarze Streifen auf dem Beckenboden zieht unter mir dahin. Ich folge ihm, Zug um Zug, während der Beckenrand langsam Konturen annimmt.

Morgen startet der Deep Water/White Sand Triathlon 2026. Irgendwann zwischen dem ersten Startsignal und dem Ende des Wettkampfs werde ich sterben.

Später wird man vermutlich nach einer Erklärung suchen. Vielleicht wird jemand von tragischen Umständen sprechen. Menschen mögen solche Formulierungen. Sie geben dem Unbegreiflichen eine Ordnung.

Doch mein Tod wird kein Unfall sein.

Jorgé wird mich töten.

Nicht aus Hass und nicht im Affekt. Er wird tun, was wir miteinander vereinbart haben. Wir haben jeden Schritt akribisch geplant und lange auf diesen Tag gewartet.

Vor mir verschwimmen die letzten Meter. Ich strecke den Arm aus, spüre den Widerstand des Wassers an den Fingerspitzen und berühre die Wand.

Das Training ist vorbei.

Ich steige aus dem Pool, richte mich auf und hole tief Luft.

Ich kann mein Ende kaum erwarten.

 

Kapitel 2 - Silvio

2 Monate zuvor / Sardinien / Anfang März 2026

 

Endlich bin ich auf Sardinien angekommen.

Der Flieger spuckt mich zusammen mit einer gefühlt unerschöpflichen Menge an Frühlingstouristen auf die Gangway. Ein Schwall warmer Luft schlägt mir entgegen, vermischt mit dem Duft nach verbranntem Kerosin und salziger Meeresbrise. Um mich herum strahlende Gesichter, durchzogen von purer Urlaubsvorfreude. Sie ahnen nichts. Sie sind unbeschwert, naiv – und haben das Glück, unwissend zu sein.

Gut für sie.

Wie eine riesige Herde traben wir gemeinsam in Richtung Terminal, wie Lämmer, die ohne Argwohn auf die Schlachtbank zusteuern. Nur, dass sie gleich Cocktails schlürfen und Pasta mit frisch gefangenem Fisch genießen werden – während mein Ziel ein anderes ist.

Nach der Zollabfertigung trifft mich die Wärme des sardischen Frühlings wie eine Umarmung. Die Sonne flutet die riesige Ankunftshalle, tanzt auf den glänzenden Böden. Trotz der Klimaanlage ist die Kraft der gelben Himmelskugel bereits hier spürbar. Ein Kontrast zu Hamburg, wie er größer kaum sein könnte. Noch vor drei Stunden stand ich am Gate A1 in Fuhlsbüttel, mit klammen Fingern. Auf dem Weg vom Wagen zum Gate peitschte mir der hanseatische Frühling Regenfäden ins Gesicht. Fröstelige 10 Grad über Null. Jetzt? Angenehme, auf der Haut schmeichelnde 23 Grad Celsius. Und das bereits Anfang März.

Am Schalter von Sixt geht es heute zügig voran. Nur ein holländisches Ehepaar ist noch vor mir dran. Onlinereservierungen haben viele Vorteile. Auch wenn ich hier eine digitale Spur gelegt habe. Nach einer kurzen Einweisung durch den übereifrigen Mitarbeiter der Autovermietung, packe ich die Koffer in den Wagen, setze mich hinters lederne Lenkrad und starte den Motor. Kraftvoll setzt sich der Wagen in Bewegung. Ich verliere keine Zeit. Kaum der Tiefgarage und dem Gewirr des Flughafens entkommen, zeigt mir das Navi die Route.  Die SS125 ruft, die Küstenstraße, die mich in Richtung Capo Coda Cavallo führt. „Du machst das Richtige.“, murmle ich vor mich hin. Zielstrebigkeit war bis zu diesem Punkt mein größter Vorteil. Und die Gewissheit, dass ich genau das Richtige tue.

Der Land Rover Defender brummt unter mir, als wüsste er, dass es um mehr geht als nur eine Tour entlang der Küste. Keine weichgespülte SUV-Karre für Vorstadtmütter, das hier ist eine Maschine mit Biss. Die raue Landschaft Sardiniens zieht an mir vorbei, zerklüftete Felsen, dazwischen schon sattes Frühlingsgrün, zu meiner Linken endlose Weiten, in denen das Meer tiefblau mit sanfter Brandung auf die Strände trifft. Kurz verliere ich mich in der Schönheit des Moments, bis ein Gedanke sich in meinen Kopf frisst:

„Sie könnte auch hier sein.“

Der ursprüngliche Plan war, dass wir zu zweit reisen. Chrissy und ich. Doch das ist jetzt nicht mehr möglich. Denn was in den letzten Monaten passiert ist, hat alles verändert. Ihr Leben. Meines. Und es gibt keinen Weg zurück. Und auch keine Möglichkeit der Umkehr.

Jetzt gilt es, Silvio zu finden.

Meine Waffen warten auf mich.

Fast zu spät erkenne ich den Abzweig zum AQUARIUS Dive Ressort. Ich steuere den Wagen auf eine unauffällige Schotterpiste. Mein Geländewagen spielt förmlich mit der rumpeligen Bergstrasse. Ganz so als hätte er lange auf ein solches Abenteuer gewartet.

Touristen denken, sie seien hier für ein Taucherlebnis der besonderen Art. Ich bin hier für etwas Anderes.

Silvio.

Er ist der beste Waffenexperte der Insel, ein Geist, der in den Schatten lebt. Wir haben unser Geschäft über tief verschlüsselte Kommunikationswege vorbereitet, kein Detail dem Zufall überlassen. Und jetzt bin ich hier, um mein „Paket“ in Empfang zu nehmen.

Eine leichte Staubwolke wirbelt auf, als ich den Wagen auf dem Schotterparkplatz vor der Tauchschule zum Halten bringen. Ich steige aus und schon höre ich eine Stimme zu mir rüber schallen.

„Ciao, amico mio!“

Silvio schreitet auf mich zu und begrüßt mich mit einem offen breiten Grinsen. Seine Hand schlägt gegen meine Schulter, fest, warm. Fast als wären wir alte Freunde. Und doch steht vor mir kein gewöhnlicher Tauchlehrer. Dieser Zwei-Meter-Hüne mit Surfermähne, braungebrannt, muskulös, könnte in jeder Sportwerbung als unbedarfter Sunnyboy durchgehen. Er verkörpert so gar nicht das Bild eines bedrohlichen Waffenhändlers. Selbst sein Händedruck und die unzähligen, sonnengegerbten Lachfältchen sind mir auf Anhieb grundsympathisch.

Doch seine Augen verraten mehr. Er ist Geschäftsmann. Und sein Geschäft ist ein hartes Geschäft.

Ein paar Meter weiter macht sich eine Gruppe (...)

Strahlendes Himmelgrau - Lesungen

Erlebe den Roman live.

Im Herbst beginnt die erste Lesereise zu „Strahlendes Himmelgrau“.

Keine zwanzig Termine. Keine Tour durch möglichst viele Hallen.

Einige ausgesuchte Orte. Zeit für den Text. Und für das Gespräch danach.

Die ersten Termine folgen.

DAS BUCH

STRAHLENDES HIMMELGRAU

Um die Wahrheit zu retten, muss er sterben.

Ralf W. Stolt
436 Seiten
ISBN 978-3-347-81155-3
SalzHund Medien · 2026

Die bibliografischen Angaben sind öffentlich im Handel dokumentiert.

Erhältlich im Buchhandel unter ISBN 978-3-347-81155-3.

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